Focault-Pendel
Der Versuch:
Eine
Drehscheibe, auf der sich das Grafiktablett befindet, wird durch einen sehr
langsam laufenden Elektromotor angetrieben. Über der Drehscheibe wird ein
Fadenpendel angebracht, das man eben schwingen läßt.
Das Experiment stellt modellhaft
den Focaultschen Pendelversuch so dar, wie er am Nord- oder Südpol der
Erde ablaufen würde.
Die Aufgaben:
- Führen Sie den Modellversuch
durch und berechnen Sie mit Hilfe der Pendelspur die Winkelgeschwindigkeit
der Drehscheibe. Vergleichen Sie mit dem direkt (mit Stoppuhr) ermittelten
Wert.
- Am Institut für
die Pädagogik der Naturwissenschaften in Kiel ist der Focault-Versuch
als Realexperiment mit einem 6m langen Pendel durchgeführt worden, an
dessen unterem Ende sich ein Grafiktablett befand. Sie können die Messwerte
hier abrufen. Schneiden Sie aus der sehr umfangreichen
Tabelle passende Bereiche aus (z.B. alle 10 min 1000 Messwerte), zeichnen
Sie die Spuren, die sich in jedem Intervall ergeben, und rechnen Sie aus,
um wieviel Grad pro Stunde sich die Ebene des Pendels scheinbar gedreht hat.
Vergleichen Sie mit dem Tabellenwert (ca. 12,3° / h). (Beim Lehrer können
Sie ein AVI-Video erhalten, welches die Drehung der Ebene als "Film"
zeigt.)
- Am Nordpol sollten sich
15° / h ergeben (warum?). Erläutern Sie mithilfe gängiger Lehrbücher
oder des Internets, warum sich für Kiel ein kleinerer Wert ergibt. Wie
hängt der Wert vom Breitengrad ab?